Fraser Island

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K'gari

K'gari - der Aborigine-Name für Fraser Island - wurde nach dem wunderschönen weissen Geist K'gari benannt. Sand, der während über 800'000 Jahren abgelagert wurde, formte K'gari, die weltgrösste Sandinsel. 124 km lang und 163'000 ha gross erhebt sie sich 240 m über den Meeresspiegel und erstreckt sich bis in 100 m Tiefe darunter. Es ist wohl unmöglich, alle ihre Schönheiten zu ergründen, doch bereits ein kleiner Vorgeschmack der Naturwunder wird Sie in ihren Bann ziehen. Das Antlitz der Insel ist sehr abwechslungsreich. Sie hat eine Vielzahl an kristallklaren Seen, Flüssen und Bächen. Turmhohe Satinay- und Brushboxbäume ragen über das Blätterdach der Regenwälder hinaus, manche der Baumriesen sind über Tausend Jahre alt. Die Vielfalt der Vegetation auf Fraser ist aussergewöhnlich, von Mangrovensümpfen erstreckt sie sich über uralte Kauriwälder zu Wallumheidelandschaften, welche sich im Frühling mit Wildblumen füllen.

Die erste Landnahme durch die Aborigines fand schätzungsweise vor 20'000 Jahren statt; Angehörige des Badtjala-Volkes leben noch immer teilweise auf der Insel. Ursprünglich war Fraser die Heimat von drei indigenen Gruppen: die Ngulungbara im Norden, die Badtjala im Zentrum und die Dulingbara im Süden. Sie erlebten die Insel als Paradies, die vielfältige Fauna und Flora der Insel und die sie umgebenden fischreichen Gewässer lieferten ausreichend Fisch, Meeresfrüchte, Nüsse, Früchte, Fleisch und frisches Trinkwasser war immer vorhanden. Archäologische Funde - Muschelhaufen, zeremonielle Bora-Ringe und Steinwerkzeuge - zeugen ebenso von der lange zurückreichenden Anwesenheit der Aborigines, wie deren Überlieferungen.

Fraser Island

Die europäische Geschichte von Fraser ist vergleichsweise kurz. Die Entdeckung der Insel wird Captain James Cook zugeschrieben, der 1770 viele Landmarken, einschliesslich Indian Head und Sandy Cape, benannte. Frasers europäischer Name geht auf die Havarie der Stirling Castle im Mai 1836 vor der Insel zurück, bei der die sich auf die Insel flüchtenden Überlebenden von den Aborigines angegriffen wurden. Kapitän Fraser verlor dabei sein Leben, seine Frau Eliza überlebte und wurde von Strafgefangenen, die sich auf die Insel geflüchtet hatten, gerettet. Das Schicksal der Frasers erfuhr weltweite Aufmerksamkeit und die Insel war fortan unter dem Namen Fraser bekannt.

Mit der Entdeckung der Kaurikiefer auf Fraser begann 1863 deren forstwirtschaftliche Nutzung. Bereits 1883 begann man mit der Wiederaufforstung dieser Bäume, um sie weiterhin nutzen zu können. 1870 wurden Weiderechte vergeben und während des Zweiten Weltkriegs wurde die Insel zu Trainingszwecken von der australischen Armee genutzt. 1960 wurde der äusserst feine Sand abgebaut, um in der Porzellanherstellung verwendet zu werden. 1989 beendete man den Sandabbau aus Naturschutzgründen. Schon 1894 wurden Teile der Insel zu Erholungsgebieten erklärt, 1908 folgte ein Waldschutzgebiet. 1971 wurden ausgewählte Regionen zum Nationalpark erklärt, der kontinuierlich erweitert wurde. 1992 wurde Fraser von der UNESCO auf die Liste der Weltnaturerbe gesetzt und stellt damit einen wichtigen Markstein der Natur- und Kulturgeschichte Queenslands dar. Heute ist Fraser eine beliebte Touristendestination, die Naturliebhaber, Wanderer, Fischer und Allradenthusiasten aus aller Welt anzieht.

Seen

Die über vierzig Seen Frasers können in drei Kategorien eingeteilt werden. Fensterseen (englisch: window lakes) entstehen, wenn Höhlungen oder Brüche in den Dünen den Grundwasserspiegel offenlegen und damit ein "Fenster" auf ihn öffnen. Der Wasserspiegel in diesen Seen verändert sich mit der Höhe des Grundwasserspiegels.

Hängende Seen (englisch: perched lakes) entstehen, wenn organisches Material absterbender Pflanzen sich durch Eisenpartikel mit Sandkörnern verbindet. Dadurch wird eine undurchlässige Schicht gebildet, die über dem Grundwasserspiegel liegt und Regenwasser staut. Lake Boomanjin ist mit über 190 ha der weltgrösste See dieser Art. Obwohl es hängende Seen auch an anderen Orten gibt, kommen sie auf Fraser in einmaliger Zahl und Form vor.

Lake Wabby ist ein grossartiges Beispiel der dritten Seenkategorie, die auf Fraser vorkommt. Er entstand durch die Blockierung eines Baches durch eine wandernde Sanddüne. Es wird davon ausgegangen, dass Lake Wabby in absehbarer Zeit von der ihn aufstauenden Düne überfahren wird und damit ausgelöscht wird.

Die Seen sind sehr nährstoffarm, weswegen sie nur wenigen Fischarten einen Lebensraum bieten. Doch Wasserschildkröten lieben dieses Milieu und können häufig am Allom- und am Bowarradysee beobachtet werden.

Maheno

Die Maheno ist das wohl berühmteste Wrack eines an oder vor Fraser untergegangenen Schiffes. Weiter vor der Insel liegen die Panama, die Cheng Chow und die Marloo auf Grund. Die Maheno wurde 1905 in Schottland vom Stapel gelassen und erreichte als Dampfer mit ihren drei Schrauben Geschwindigkeiten bis zu 25 Knoten. Zunächst fuhr sie als Luxuskreuzfahrtschiff nach Tasmanien, während des Ersten Weltkriegs diente sie als Spitalschiff. Am 8. Juli 1935 geriet sie auf ihrem Weg zur Verschrottung in Japan vor Fraser in einen für die Jahreszeit ungewöhnlichen Wirbelsturm, währenddem das Schlepptau, mit dem sie gezogen wurde, riss. Nördlich von Eli Creek im Osten der Insel lief sie auf Grund. Nachdem von der Armee im Zweiten Weltkrieg für Zielübungen verwendet wurde, ist ihr rostender Schiffsrumpf ein beliebtes Fotosujet.

FAUNA

Twenty-five species of mammals are present on the island, including swamp wallabies, possums, gliders, fruit bats, bandicoot and echidnas. Isolation from domestic dogs has ensured that Fraser's dingoes are the purest breed in eastern Australia. Reptiles found on the island include tortoises, frilled lizards, gecko, skink, sand goanna, snakes and a wide variety of frogs. Dugong feed on the seagrass beds, sea turtles breed on some island beaches as well as the mainland, and each year whales make their annual migration to Fraser's rocky headlands and protected coastline.

Tier- und Pflanzenwelt

Fraser Island beherbergt etwa 200 Vogelarten. Regenpfeifer, Austernfischer, Pelikane und Mövenarten können an der Küste beobachtet werden, während am Himmel Raubvögel - Brahminenweihe, Weissbrustseeadler, Habichte und Falken - ihre majestätischen Kreise ziehen. Im Innern der Insel finden Eisvögel, Waldstörche und Brolgakraniche sowie einige der seltensten Vögel Australiens wie der Erdsittich, der Marmorschwalm, die Schwarzbrustwachtel und die Zwergseeschwalbe ihren Lebensraum.

25 Säugetierarten findet man auf der Insel, darunter Sumpfwallabies, Oppossa, Flugbeutler, Fruchtfledermäuse, Beutelratten und Schnabeligel. Die Isolation der Insel bewahrte die Dingopopulation vor einer Vermischung mit Hunden, weswegen sie als die reinrassigsten ihrer Art in Ostaustralien gelten. Reptilien - Schildkröten, Kragenechsen, Geckos, Skinke, Sandwarane und Schlangen - finden sich ebenso wie verschiedene Amphibienarten. Seekühe (Dugongs) ernähren sich von den Seegrasbänken vor der Insel, Meeresschildkröten legen an einigen Stränden ihre Eier ab und alljährlich können Wale auf ihrer Wanderung durch Frasers geschützte Küstengewässer beobachtet werden.